Das Ich an der Schwelle –

Chronische Erkrankungen Teil 2


Medizinische Tagung 9.-11. November 2018
in Bad Boll/Eckwälden

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde

 

kennen Sie diese besonderen Momente, in denen Bekannte oder Freunde nach einem langen gemeinsamen Abend bei der Verabschiedung in der Tür stehend sinngemäß den Satz sagen: »Was mir noch einfällt und ich noch sagen wollte, bevor wir auseinander gehen ….«? Nicht selten kommt dann eine Aussage oder eine Frage, die aus tiefem Herzen kommt. Offensichtlich bestand trotz der ausführlichen Gespräche während des Abends eine gewisse Scheu, über das HerzensAnliegen offen zu sprechen. Je näher es aber an die Schwelle kommt, an den Abschied und die Trennung, desto größer wird die »NotWendigkeit « die innere Not zu wenden. Schön, wenn man sich dann doch noch Zeit nehmen kann, um über die eigentlichen Anliegen zu sprechen. SchwellenErlebnisse haben wir im Laufe eines Lebens zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlicher Intensität. Unser Bewusstsein ändert sich, wenn wir an eine Schwelle treten. Das kennen wir als Autofahrer, wenn wir Eisenbahnschienen überqueren, als (Laien) Schauspieler, wenn wir den aufregenden Schritt in das Rampenlicht der Bühne machen, wenn wir als Lernende den Prüfungsraum betreten sollen. Aber auch auf leiblicher und physiologischer Ebene erleben wir Schwellen im Laufe des Lebens, so z.B. während der Pubertät, während des Klimakteriums (das es natürlich auch als Klimakterium virile gibt) und besonders im Rahmen chronischer Erkrankungen. Am intensivsten kann das Ich erwachen vor der großen Schwelle am Ende des Lebens bzw. am Beginn des SchwellenÜbertritts. So wie alle kleinen SchwellenÜbertritte zu einer Veränderung des Menschen führen, so transformiert sich das Ich in den SchwellenErlebnissen chronischer Erkrankungen und besonders am Ende des Lebens bzw. im Übergang ins neue Leben.

 

Welche integrativen Therapien helfen unseren Patienten, wenn es zu einer Chronifizierung von Erkrankungen kommt? Wie gehen wir mit der Angst um, die in solchen Situationen lebenserhaltende Organe wie Herz und Lunge ergreift? Welche Phytotherapie können wir Menschen mit chronischen Erkrankungen anbieten, wie können wir sterbende Patienten therapeutisch begleiten, wie stützen und stärken wir die Menschen, die mit NahtodErfahrungen Hilfe suchend zu uns kommen?

 

 

 

 

Welche Arzneimittel aus der Anthroposophischen Medizin kommen bei Krebserkrankungen zum Einsatz, welche Bedeutung haben Heilpflanzen, die vor allem dann blühen, wenn die Sonne an der Schwelle der WinterSonnenwende steht, wie zum Beispiel die Christrose oder die Mistel?

 

Wir freuen uns Sie zu einem Seminar einladen zu können, in dem diese Fragen im Vordergrund stehen werden. In gemeinsamen Aussprachen sowie in Arbeitsgruppen werden die VortragsInhalte interaktiv kommuniziert und vertieft. Besonders freuen wir uns auch auf den künstlerischen Abend, bei dem Musik eines Komponisten erklingen wird, dessen HörOrgan im Laufe seines Lebens chronisch erkrankte und dessen Musik wie von »Jenseits der Schwelle« zu kommen scheint. Den Abschluss des Seminars bildet eine gemeinsame Aussprache zu den Vorträgen der gesamten Tagung für den besonderen Fall: »Was mir noch einfällt und ich noch sagen wollte, bevor wir auseinander gehen….«.

 

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich im Namen des Vorbereitungskreises und freue mich auf Ihr Kommen.

 

Dr. Jan Vagedes

 

 

 

freitag, 09.11.2018

15.00 – 15.15

Dr.  Jan Vagedes
Einführung in das Tagungsthema
 
15.15 – 16:30

Prof. em. Dr. Reinhard Saller
Phytotherapie bei Menschen mit chronischen Erkrankungen - Erfahrung und Forschung

 

16.30 - 16:45

Aussprache zum Vortrag

 

16.45 - 17.30

Pause

 

17.30 – 18.30

Dr. Marion Debus
Update Anthroposophische Onkologie

18.30 - 19.00

Aussprache zum Vortrag

 
19.00 – 20.00

Abendpause
 
20.00 – 21.00

Dr. Matthias Girke
Therapeutische Begleitung des sterbenden Patienten

21.00 – 21.15

Aussprache zum Vortrag

 

samstag, 10.11.2018

 08.00 – 08.45

Pirkko Ollilainen
Therapeutische Eurythmie zum Tagungsthema

09.00 – 10.30

Markus Sommer, Georg Soldner
Arsenicum album und Carbo Betulae

10.15 – 10.45

Aussprache zum Vortrag

10.45 – 11.30

Pause

11.30 – 13.00

Arbeitsgruppen

13.00 - 15.45

Mittagessen und Mittagspause

14.45 – 16.15

Arbeitsgruppen

16.15 – 17.00

Pause

17.00 – 18.00

Sabine Mehne
Nahtoderfahrungen: Die Auflösung des Ich's

 

18.00 – 19.00

Dr. Christian Schopper
Angst bei Erkrankungen von Herz und Lunge

 


  19.00 – 20.00

Abendpause

ab 20.00

Künstlerischer Abend mit Demian Martin

Beethoven, im Anschluss Improvisationen nach Wünschen des Publikums

 

sonntag, 11.11.2018

08.00 – 08.45

Pirkko Ollilainen
Therapeutische Eurythmie zum Tagungsthema

 

09.00 – 10.00

Dr. Johannes Wilkens
Helleborus niger und Helleborus foeticus

 

10.00 – 10.45

Gemeinsame Aussprache

 

 

10.15 - 11.00

Pause

 

11.00 – 11.45

Markus Sommer
Differenzierte Misteltherapie - die Bedeutung der Wirtsbäume

11.45 – 12.15

Gemeinsame Aussprache zu den Vorträgen der Tagung

 

12.15 – 12.30

Georg Soldner
Schlusswort

 

arbeitsgruppen

a

Pirkko Ollilainen
Therapeutische Eurythmie zum Tagungsthema

 

b

Prof. Reinhard Saller
Sprechstunde Integrative Medizin

c

Dr. Marion Debus
Sprechstunde Onkologie

 

D

Dr. Matthias Girke
Sprechstunde Palliativmedizin


e

Dr. Mario Zöllner, Hubertus Magerstädt
Die hausärztliche Betreuung des älteren onkologischen Patienten

f

Reinhold Schön
Öldispersionsbäder beim onkologischen Patienten (AG vormittags)


G

Dr. Chrisitan Schopper
Resilienzübungen für Therapeuten (AG nachmittags)

 

H

Pernille Ritsch
Ich und Stimme

 

H

Georg Soldner, Jan Vagedes
Arbeitsgruppe für KollegInnen in der Weiterbildung "Anthroposophische Medizin"

 

 

 

 

Dr.Jan Vagedes

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin,
Filderstadt/Tübingen

 

Dr.  Jan Vagedes ist Vorstandsvorsitzender des Medizinischen Seminars Bad Boll, Leiter des ARCIM Institute an der Filderklinik und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Tübingen.  Er studierte Philosophie und Medizin in München und war bis 2012 Leitender Oberarzt für Pädiatrie und Neonatologie an der Filderklinik.

Dr.Jan Vagedes

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin,
Filderstadt/Tübingen

Dr.Jan Vagedes

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin,
Filderstadt/Tübingen

Dr. med Matthias Girke

Arzt für Innere Medizin, Palliativmedizin, Diabetologie, Anthroposophische Medizin, Dornach/Berlin

Dr.med. Matthias Girke ist Leiter der Medizinischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum und als Arzt im Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe-Klinik für Anthroposophische Medizin in Berlin tätig.

Dr. med Matthias Girke

Arzt für Innere Medizin, Palliativmedizin, Diabetologie, Anthroposophische Medizin, Dornach/Berlin

Dr. med Matthias Girke

Arzt für Innere Medizin, Palliativmedizin, Diabetologie, Anthroposophische Medizin, Dornach/Berlin

Georg Soldner

Kinderarzt, München

 

Georg Soldner, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin  ist Leiter der Akademie Anthroposophische Medizin der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland sowie der Medizinischen Sektion in Dornach.
Schwerpunkt seiner Arbeit als niedergelassener Arzt sind Kinder mit chronischen Erkrankungen.

Georg Soldner

Kinderarzt, München

Georg Soldner

Kinderarzt, München

Markus Sommer

Arzt, München

 

Nach dem Medizinstudium klinische Tätigkeit in Innerer Medizin, Geriatrie und Neurologie. Seit 1988 kontinuierliche Mitarbeit am Med. Seminar Bad Boll. Seit 1994 Praxis mit Schwerpunkt neurologische Erkrankungen, Anthrop. Med. (GAÄD).  Stellvertr. Vorsitzender der Kommission C am Bundesamt f. Arzneimittel und Medizinprodukte. Vorstandsvorsitzender der Dr.-Hauschka-Stiftung. Zahlreiche Publikationen.

 

Markus Sommer

Arzt, München

Markus Sommer

Arzt, München

Dr. Christian Schopper

Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Zürich

 

 Dr. Christian Schopper ist   Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie mit ausgedehnter Praxistätigkeit in Zürich u.a. als leitender  Oberarzt in der Psychiatrischen Uniklinik Burghölzli und  der neurologischen Uniklinik in Zürich. Langjähriger ärztlicher Direktor der psychosomatischen Kliniken Sonneneck; Internationale Kurs- und Vortragstätigkeit.

Dr. Christian Schopper

Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Zürich

Dr. Christian Schopper

Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Zürich

Dr. Johannes Wilkens

Humboldt-Klinik, Bad Steben

 

 Mitglied der GAÄD, tätig in der Arzneimittelkommission für die Anthroposophische Therapierichtung. 

Der Schwerpunkt seiner Arbeit als niedergelassener Rheumatologe ist die Behandlung von Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen.

 

Dr. Johannes Wilkens

Humboldt-Klinik, Bad Steben

Dr. Johannes Wilkens

Humboldt-Klinik, Bad Steben

Pirkko Ollilainen

Heileurythmistin an der Filderklinik, Filderstadt

 

Pirkko Ollilainen, geboren in Finnland, Eurythmie- und Heileurythmie-Ausbildung in England und Deutschland.
Seit 1977 an der Filderklinik als Heileurythmistin tätig. Internationale Lehrtätigkeit in medizinischen Einrichtungen und Ausbildungsstätten.

 

Pirkko Ollilainen

Heileurythmistin an der Filderklinik, Filderstadt

Pirkko Ollilainen

Heileurythmistin an der Filderklinik, Filderstadt

Reinhold Schön

Medizinischer Bademeister

 

Reinhold Schön ist Medizinischer Bademeister und von Werner Junge mit der Fortführung der Öldispersionsbad-Therapie beauftragt. Neben seinem Engagement für den Therapeutenverband führt Reinhold Schön die Firma Dr. Heberer Naturheilmittel, die Fango und naturbelassene Heublumenprodukte vertreibt.

Reinhold Schön

Medizinischer Bademeister

Reinhold Schön

Medizinischer Bademeister

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Anmeldung ab November 2018

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Anmeldung ab Februar 2019